Für jahrzehntelange ehrenamtliche Dienste in der Württembergischen Landeskirche wurde Helmut Bösch aus Böttingen im Rahmen der Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Bad Urach – Münsingen durch Dekan Michael Karwounopoulos die Brenzmedaille verliehen. Die Johannes-Brenz-Medaille ist die höchste Auszeichnung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und nach dem Reformator Johannes Brenz benannt. Bösch engagierte sich über einige Jahrzehnte in vielfältiger Weise als ehrenamtlicher Mitarbeiter. Als Kirchengemeinderat wirkte er über 34 Jahre in seinem Heimatort Böttingen, das kommunal zu Münsingen gehört und war über viele Jahre Vertreter der Gemeinde in der Bezirkssynode. Besonders prägten ihn die Aktivitäten und seine Verantwortungen bei der „Jugend auf dem Lande“. Bereits in den 60-Jahren war er dort aktiv im Leitungskreis und mitverantwortlich für Gesprächsabende. Hauptamtliche der Landeskirche boten damals Schulungen für Gesprächsleitung und methodischen Kompetenz an. Diese prägenden Impulse aus Bauernschulkursen und für die damalige Zeit sehr fortschrittliche Bildungsarbeit brachte Bösch in der Erwachsenenbildung ein. Im Evang. Bauernwerk bereitete er Bauerntage auf Bezirksebene mit vor und war im Bezirksarbeitskreis des Bauernwerks mitverantwortlich für Gesprächsabende. Hier war Bösch sage und schreibe 40 Jahre aktiv.

Seine Erfahrungen aus der Beratung in der bäuerlichen Landwirtschaft und seine Aktivitäten im Evang. Bauernwerk brachte Bösch ebenso über 40 Jahre bis zum März 2020 in der Evangelischen Erwachsenenbildung ein. Mit Münsinger Dekanen, sowie Matthias Backhaus, Barbara Wurz, Heiner Wezel  und Frieder Leube schlug er wertvolle Brücken vom Bauernwerk zum Evangelischen Bildungswerk und prägte Themen für die christliche Schöpfungsverantwortung. Bei der Überreichung der Medaille dankten ihm Dekan Karwounopoulos und Diakon Frieder Leube für sein vielfältiges segensreiches Wirken in der Kirchengemeinde, dem Kirchenbezirk und in der Region. „Ohne  ein solches Engagement wäre kirchliche Arbeit nicht denkbar“, so der Dekan. Hier würde beispielhaft sichtbar, wie Begabungen und berufliche Erfahrungen in kirchlichen Ehrenämtern wirken könnten.